Man sieht sich selbst handeln auf eine Weise, die man nicht mag. Man verletzt jemanden, den man liebt. Man reagiert schlecht. Man wiederholt ein Muster, das man aufgeben wollte. Man versteht sich selbst nicht — und dieser Mangel an Verständnis entmutigt noch mehr als das Verhalten selbst.
Paulus, einer der größten Apostel, beschreibt exakt dasselbe. Nicht als Vergangenheit, nicht als überwundene Phase — als gelebte Spannung. Und seine Antwort ist keine Moral, kein Mut: Es ist eine Person. Dank sei Gott durch Jesus Christus. Die Befreiung kommt nicht aus uns — sie kommt von ihm.
„Denn ich tue nicht das Gute, das ich will, sondern das Böse, das ich nicht will, das tue ich."
Römer 7,19