Man wartet. Man wartet auf eine Heilung, auf eine Entscheidung, auf eine Veränderung einer Situation, auf ein Zeichen von Gott. Und das Warten erschöpft. Man wird ungeduldig — mit sich selbst, mit anderen, mit Gott. Man fragt sich: Wie lange noch?
Der Psalmist antwortet nicht auf die Frage nach dem Wie-lange. Er sagt: Warte. Nicht passiv — aktiv. Das Herz fasse Mut. Das Warten auf Gott ist kein leeres Warten; es ist ein orientiertes Warten, auf jemanden hin. Und dieser Jemand ist treu — selbst wenn seine Rhythmen nicht unsere sind.
„Harret des Herrn! Seid stark, euer Herz fasse Mut, und harret des Herrn!"
Psalm 27,14