Es gibt ein Unglück, das nicht erklärt werden kann. Es ist nicht dramatisch genug, um laut zu sein, aber es füllt alles aus. Ein tiefes Traurigsein, eine Freudlosigkeit, ein Gefühl, dass das Leben seinen Sinn verloren hat. Man fragt sich manchmal, ob man das Recht hat, sich an Gott zu wenden mit so etwas Vagem.
Der Psalmist beschönigt nichts: Er spricht von gebrochenen Herzen, von zerschlagenen Geistern. Das sind keine romantisierten Metaphern — es sind gelebte Beschreibungen. Und Gott ist nahe — nicht weit, nicht beschäftigt, nicht enttäuscht. Nahe. Gerade dann, wenn der Schmerz am tiefsten sitzt.
„Der Herr ist nahe denen, die zerbrochenen Herzens sind, und hilft denen, die zerschlagenen Geistes sind."
Psalm 34,19