Vorgelesen von einer KI-Stimme
Man hat dir tausendmal gesagt, du müsstest „mit Gott verbunden bleiben". Wie ein Telefon, das man auflädt. Wie ein WLAN, das man überwacht.
Und manche Morgen stehst du auf und fragst dich, ob du gut empfangen hast. Ob das Signal noch da ist. Ob Gott deine Nachrichten noch bekommt.
Mein Freund, meine Schwester — Gott hat dich nicht angeschlossen. Er hat dich eingepfropft.
Der Unterschied ist gewaltig und verändert alles.
Ein Signal schwankt. Eine Pfropfung hält. Ein Gerät kann man trennen. Ein eingepfropfter Zweig lebt vom Stamm — auch nachts, auch im Winter, auch wenn er schläft. Der Saft steigt in den Zweig, ohne ihn zu fragen, ob er sich heute Morgen inspiriert fühlt.
Du musst keine Verbindung aufrechterhalten. Du darfst bleiben. Das ist nicht dieselbe Arbeit. Bleiben heißt: dort bleiben, wo man schon ist. Sich von einem Saft nähren lassen, der nicht auf dich angewiesen ist, um aufzusteigen.
Hör auf, Gott um ein besseres Netz zu bitten. Wenn du zweifelst, leg die Hand auf dein Herz und sag einfach: „Ich bin eingepfropft. Der Saft steigt, auch wenn ich ihn nicht spüre."
Und schau noch einmal auf die Wunde des Kreuzes — diese Narbe, wo der wilde Zweig, der du bist, mit dem Stamm der Verheißung vereint wurde.
Du bist kein aufzuladendes Gerät. Du bist ein geliebter, gehaltener, genährter Zweig.
„Du aber bist als wilder Ölzweig unter sie eingepfropft worden und hast Anteil bekommen an der Wurzel und dem Saft des Ölbaums."
Römer 11,17